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"Das junge Mädchen der Perle 340 Jahre später: Das junge Mädchen vom Piercing"
Ölgemälde auf Leinwand
- 54 x 65 cm
Hight Resolution (4,6 MB)
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Von Ana gemachte Kommentare Das junge Mädchen der Perle 340 Jahre später: Das junge Mädchen vom Piercing. Die Idee dieses Bildes entsteht in dem Moment, wo ich den Film "Das junge Mädechen von der Perle" sehe. Am Rand des wahrhaftigen Motivs, dass Vermeer dies Bild malen liess, die Fiktion auf der Leinwand hat eine schwer zu vergessene Ablagerung hinterlassen. Die Idee, dass das geschilderte junge Mädchen in irgendeiner Form den Schönheitskanon der Epoche darstellt, liess mich über die aktuelle Regel nachdenken. Mit dieser Unruhe schmiss ich mich auf das Studium vom Ausdruck jener Gesichtszüge, die die heutigen Frauen für sich ersehnen. In diesem Fall, für diejenigen, die wie im Buch der Figur einen Nachnamen geben wollen, schicke ich voraus, dass sie ihre Absicht aufgeben, da das Porträt vollkommen erfunden ist, das junge Mädchen ist ein erdachtes Bildnis. Die hierarchische Struktur der Vorlagen, die die heutigen Frauen leiten, wird vom Detailniveau bestimmt, wie auch ihre Plazierung im Bild. Wenn wir eine entgegengesetzte Lektüre vornehmen, konfrontieren wir uns zuerst mit dem Hut, vollkommen flach, ein dekoratives Element, das sich über Jahrhunderte behauptet, diesen Haaranhang mit dem man die kubische Kopfstruktur brechen, gleichzeitig aber den krummlinigen Rythmus von Gesicht und Schultern bereichern will. Das Fehlen der Details bringt den Zuschauer von irgendwelchen Ablenkungen ab, konstatierend mit grösster Genauigkeit die Bedeutung dieser Rythmen. Das Kleid, oberflächlich, stellt die pragmatische Wendung der weiblichen Kleidung dar, zeigt eine blosse Skizze, wie die Sinnlichkeit der Figur nicht ausschliesslich auf den Busen konzentriert ist. Zwar ist es richtig, dass die dargestellte Garderobe der jungen, abendländischen Frau nur die Hälfte ihrer sozialen Besetzung (ich will nicht, dass man mich für übertrieben hält) ist, ist es nicht weniger richtig, dass das Praktische die Auswahl der Kleidung beherrscht; sie kann keinen Tag verlieren und auch nicht in einer Menge von Unterröcken und Leibchen. Es sei denn bei diesen Festen für gehobene Ansprüche, wo sie hauptsächlich eine Statusbezeugung sucht, die heutige Frau legt keinen Wert auf Prunk und steife Kleidung, um die Eigenschaften hervorzuheben, die mit grösster Verlockung den weiblichen Charakter zeichnen; wenn wir durch Epochen gehen, wo zusammengepresste Wämse in kräftige Ausschnitte mündeten, heute bestätigt die Frau Ihr Uberseugung für die nakten Arme und Beine, was grössere Sinnlichkeit erzeugt, wenn dies noch möglich wäre. Das Haar etwas ungepflegt aber die anmutigen, verlängerten Wellen sichernd, zeigt die Abneigung der heutigen Frau gegen ihre eigene Mähne. Das geht so weit, dass ich keine Frau kenne, mich eingeschlossen, die vollkommen zufrieden mit ihrem Haar ist. Diese Unzufriedenheit verschifft uns in eine Kreuzfahrt, es zu verkleiden, als ob das Muster der Natur der Welt die Essenz des ich, das wir am meisten hassen, enthüllen könnte. Bei dem jungen Mädchen mit dem Piercing kann man in dem gefärbten Farbkollage die Schwäche erraten, um eine unbekannte Tugend zu tarnen, glaubt ihre Persönlichkeit in kleinen Schwänzchen zu spiegeln, versucht die Aufmerksamkeit ihrer Koketterie auf die lustigen Zöpfe abzuleiten. Die Augen aus kalten Farben, sie hält einen festen Blick ins Weite, nicht einen Augenblick verliert sie dabei diese Spur von Zartheit. Ihr leichter halbschatten versucht ihre vorsichtige Stellung zu den Ereignissen auszudrücken; distanziert aber präzise. Die gerade Nase; jedwede Form, die diese Härte übertritt, erscheint uns als Mangel: die Adlernase mit der Habsucht, das Stumpfnäschen mit der Dummheit usw. Das Biercing Piercing ist nur ein Sinnbild zur Perle von Vermeer, aber gleichzeitig eine aktuelle Realität mit der die Jegendlichen versuchen eine überzeugende Generationsgrenze zu ziehen. Zuletzt die Lippen, die über den Busen hinaus das ganze Interesse gewinnen; fleischig und voluminös sind die heutigen bevorzugten Exponente. Letztlich will das Mädchen mit dem Piercing nicht die Frau des XXI Jahrhunderts darstellen, sondern ihre geheimsten Wünsche, denn wie Schopenhauer schrieb: “Die Schönheit ist ein Empfehlungsbrief, der uns im Voraus die Herzen gewinnt."
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