
LEBENSLAUF
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2 - SEPTEMBER - 2003 Eine einleuchtende und unumgängliche Frage..... Warum hast du nach 20jähriger artistischer Laufbahn keine einzige Ausstellung realisiert? Es ist offensichtlich, dass der Grund weit entfernt ist, was irgendeine Art von technischer Schwierigkeit betrifft da sogar eine ältere Frau, die als Therapie malt, eine Wanderausstellung von bürgerlichen Zentren oder kulturellen Vereinen bekommt, die die entsprechenden Regierungsräte unterstützen. Wenn es in der Gegenwart so leicht ist, eine Ausstellung zu vereinbaren, warum dieser Mangel an Interesse nach etwas, das den Lebenslauf erheblich vergrössern würde? Du machst eine Frage, als ob es ein Mangel in der Laufbahn eines Malers wäre, und ich halte es in Wirklichkeit für eine weitere Option. Eine Ausstellung, zwei, hundert, machen diech keinen besseren Maler, gibt die nicht mehr Kenntnisse, mehr artistische Weisheit; du erlangst eine bequeme Geschäftsposition, und dieses Gefühl verkörpert einen der grossen Irrtümer dieses Jahrhunderts, was zum Auftauchen einer unzähligen Gruppe von Komödianten und Exhibitionisten der Malerei beigetragen hat. Warum scheint es heute so, als ob jedweder Maler die "Professionalität" erlangt, wenn er eine Ausstellung macht? Es ist scheinbar schwierig zu verstehen, da es wirklich nicht schwer ist, Ausstellungen zu bekommen. Vom artistischen Gesichtspunkt aus, ist es die Arbeit, die Gültigkeit erlangt und nicht die Art des Umlaufs der Arbeit oder sie zu verkaufen; man muss den guten Maler und den guten Werber unterscheiden; in gelegentlichen Ausnahmen fliessen beide Qualitäten in derselben Figur zusammen. Man kann keinen Künstler nach der Menge der Ausstellungen, die er gemacht hat, katalogieren, denn das wäre, ein Buch nach der Zahl seiner Seiten zu bewerten, ausserdem Hürden Ungereimtheiten rasch zunehmen, was nicht an der Glaubwürdigkeit der neuen theoretischen Strömungen der Gedanken helfen würde. Denkt euch die Arbeit eines Anfängerautors aus und die eine grosse Kaufkraft hat und zum ersten Mal in einer Galerie ausstellt. Die positive Kritik wäre passend in Schmeicheleien, aber fundamentierte eine hoffnungsvolle Karriere. Nach zweijähriger Wanderung der Ausstellung durch alle europäischen Hauptstädte und zurückkommend zum Ausgangspunkt der Arbeit, hätte sie sich in allen Konzepten aufgewertet: theoretische, künstlerische und finanziell. Wenn ich jetzt mein Geld im Aufbau eines Ausstellungsraumes anlege und Werbespots in die Zeitungen setze, hätte meine Arbeit grössere Notorietät, aber nicht Qualität. Man muss anfangen zu verstehen, dass nicht alles Veröffentlichte gut ist und umgekehrt. Stelle ich mit diesen Worten eine Diktomie zwischen "Ausstellung" und "Kunst" auf? Auf keinen Fall. Im Verlauf der Geschichte hat es Maler gegeben (die grosse Mehrheit), die nur bekannt waren, weil sie ihre Kunst in einem bestimmten Atelier ausführten und einige Aufträge und bestimmte Kunden hatten, sind heute nur bekannt durch die eigenen Bedingungen, die die Modernität als Ablauf der Verbreitung, dem Kollektionismus, der Museen, der Ausstellungsräume usw. gebracht haben. Gerade dies ist das Konzept, das man bewerten muss, seinen populären Charakter, und in diesem Rahmen können grösste Künstler und auch grösste Schauslieler defilieren. Aber am Rande von allem, glaube ich, dass der Wandel, der eine universale und bleibende Ausstellung wie in Internet, bedeutet ein wenig den Charakter der Anfangsfrage zu ändern. Es stimmt, dass das Kunstwerk sich nährt Dank des Bedürfnisses einer kleinen Elite, die es besitzen wollen, aber eins der Hauptziele des Künstlers ist, dass seine Kunst zu jedermann gelangt, nicht nur zu dieser winzigen Minderheit, die eine galeristische Ausstellung darstellt, und ich glaubedass diese Webseite übergenug jedwede populäre Erwartung erfüllt.
Wenn jemand nach deinem Lebenslauf fragt, was antwortest du? Mein Werk ist mein Lebenslauf; es spiegelt zuverlässiger die Wahrheit, sowohl vom Schöpfer als auch vom Zuschauer. Ich habe Kolumnisten kennen gelernt, die gegenüber meiner Arbeit entwaffnet waren, wenn sie die genannte Antwort hörten, und wie sie anschliessend versuchten mich auf klägliche Weise über malerische Aspekte mit Argumenten voller Widersprüche und konzeptuellen Durcheinander zu belehren, weil sie glaubten, eine Person mit Mangel an artistischen Bagage vor sich zu haben. Wenn ich meine absolut nichtige galeristische Beteiligung beichte, glaube ich, dass man mich irrig interpretiert. Das Leben ist eine ununterbrochene Wahl, wir suchen eine aus, um eine Million aufzugeben, aber selbst bei denen, die wir annehmen, müssen wir Prioritäten setzen, nochmals wählend. Meine Wahl in der Welt der Malereihabe ich zuerst auf meine Arbeit eingestellt, es ist jetzt mit der Zeit und der Kenntnis, wann ich die blossen Projektionsaspekte beachten kann. Ich habe mein ganzes Leben gemalt, mir gefällt die Malerei, nie habe ich das Bedürfnis empfunden, mich unter Druck zu setzen, mit der frühzeitigen Vorführung meiner Werke. Genau wie der Medizinstudent nicht in die Überheblichkeit fällt, sich als Arzt autozunominieren, habe ich versucht unter der Schirmherrschaft von unserer Vergangenheit zu wachsen, am Rande lassend die innewohnende Kritik über Dynamik der Ausstellungen und was eine Bremse der Kreativität des Künstlers ist, da das normalerweise von Personen gemacht wird, die nicht wissen, wie man einen Pinsel korrekt in die Hand nimmt. Nachdem ich jetzt die chromatische Sensibilität kultiviert habe, kompositive und formelle, nachdem ich die GROSSE MALEREI durch meine Pinsel gefühlt habe, die Gedanken der Grossen Meister umarmt zu haben, es ist jetzt, wann ich innerste Relationen mit der Aktualität erleben kann. Es ist jetzt, wann es mir nichts macht, mich der Welt vorzustellen, teilzunehmen an irgendeiner Ausstellung. Ein Bild in irgendeiner Londoner Galerie, Pariser, New York oder irgendeinem grossen Kulturzentrum aufzuhängen, ist eine jetzt entspringende Illusion, nachdem ich kreiert habe, zum Guten oder zum schlechten, ein eigenes Kriterium.
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